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BeBeQu


Bewegung und Begegnung im Quartier (BeBeQu)

Das öffentliche Bewusstsein für unsere psychische Gesundheit wächst. Sie ist wichtig, damit wir uns gut um uns und um unsere Nächsten kümmern können. Dieses Verständnis wurde durch die Corona-Pandemie noch verstärkt. Mit einer thüringenweiten Veröffentlichung möchten der Landesseniorenrat Thüringen und das Modellprojekt „Bewegung und Begegnung im Quartier“ (BeBeQu) im Rahmen des Jahresthemas der Landesgesundheitskonferenz 2020/2021 „Psychische Gesundheit und Resilienz“ die Förderung psychischer Gesundheit unterstützen.

Wir sprachen dazu mit unserer VHS-Kollegin Frau Monique Keßler, die als Teil des Redaktionsteams die gerade erschienene Broschüre „Psychische Gesundheit im Alter stärken“ miterarbeitet hat.

Frau Keßler, das Thema „Psychische Gesundheit“ scheint – nicht erst, aber vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie – allgegenwärtig. Welches Ziel verfolgt das Heft?

Zuerst einmal würde ich sagen, dass die Broschüre ein gut lesbarer und ansprechend illustrierter Ratgeber ist. Wir vermeiden es jedoch zu sagen „Du musst dies, das, jenes tun“. Die Förderung psychischer Gesundheit eines jeden Menschen ist so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Wir möchten zu einem achtsamen Umgang anregen, indem wir zeigen, was man selbst tun kann, damit es der Seele lange gut geht. Wir möchten zu vorurteilsfreien Gesprächen ermutigen, aber auch Unterstützungsangebote sichtbar machen. Wir sprechen z. B. mit einer in Thüringen tätigen Hausärztin darüber, was der Hausarzt im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen leisten kann und wie ein gutes Gespräch miteinander gelingt. Wir sprechen außerdem mit der 74-jährigen Ilona über ihre Angststörungen und darüber, wie positiv sich frühzeitige Hilfe von außen im Genesungsprozess auswirken kann. Unser Heft endet mit einem Hinweis auf die Ausbildung „MHFA-Ersthelfer für psychische Gesundheit“, in der jeder lernen kann, psychische Erkrankungen bei nahestehenden Personen zu erkennen und angemessen zu reagieren, bis professionelle Hilfe zur Verfügung steht.

Der Titel der Broschüre legt den Fokus auf die psychische Gesundheit im Alter. Gibt es einen Unterschied zwischen Jung und Alt in Bezug auf die psychische Gesundheit?

In unserer Wahrnehmung ist das Thema psychische Gesundheit bei Älteren stärker mit Vorurteilen, Scham und Hilflosigkeit belastet. Wir möchten dazu beitragen, dass über psychische Belastungen älterer Menschen offener gesprochen wird und Hilfestellungen sichtbarer werden. Nur so können auch die Hemmschwellen von Betroffenen überwunden und frühzeitig Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ist das Heft also nur für ältere Leserinnen und Leser gestaltet?

Nein, natürlich nicht. Da einige Faktoren, die für die Entwicklung psychischer Widerstandsfähigkeit wichtig sind, bereits in jungen Jahren angelegt werden und auch, da man von psychischen Gesundheitsproblemen nahestehender Menschen indirekt mitbetroffen sein kann, ist es ein Heft für Jedermann. Für all diejenigen, die Interesse haben, sich mit psychischer Gesundheit zu befassen und sich informieren wollen.

In drei Worten – was ist zentral im Umgang mit der eigenen psychischen Gesundheit?

Achtsamkeit, Ausgleich, Austausch
 


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Durchführung des Projekts: Regionalkoordinatoren (VHS Kyffhäuserkreis GS Artern & Apolda), Thüringer Volkshochschulverband e. V. (Konzeptstelle), AGETHUR (Begleitstelle)
Strategische und finanzierende Partner: Landessportbund Thüringen e. V., AGETHUR, Thüringer Volkshochschulverband e. V., BZgA (Auftraggeber & Finanzierung)
Unterstützer: Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) Referat Seniorenpolitik, Landesgesundheitskonferenz

 


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